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Schachtalk am Sonntag Extra: Wie viel Mentaltraining braucht Schach?
Ein Gespräch über die Rolle von Mentaltraining im Schach – mit Janik Notheis bei ChessBase Schachtalk.
ChessBase gehört zu den weltweit führenden Marken im Schach: das Hamburger Unternehmen entwickelt seit den 1980er-Jahren Schachsoftware, betreibt eine der größten Schach-Datenbanken überhaupt und ist mit seinen Nachrichtenportalen (de.chessbase.com / en.chessbase.com) eine zentrale Stimme der internationalen Schachszene. Wenn ChessBase ein Thema aufgreift, hat das Gewicht – sowohl in der Breite als auch im Profibereich.
Das Format „Schachtalk am Sonntag" ist eine etablierte Interview-Reihe von ChessBase, in der Persönlichkeiten aus Schach, Wissenschaft und angrenzenden Feldern zu Wort kommen. In dieser Sonderausgabe ist Janik Notheis zu Gast – Co-Founder von SportsMind und ChessMind, Sportpsychologie-Praktiker und einer der Köpfe hinter dem ersten dezidiert mentalen Trainingsframework für das Schach.
Im Gespräch geht es um eine zunächst einfache, in der Praxis aber unbequeme Frage: Wie viel Mentaltraining braucht Schach eigentlich? Janik Notheis argumentiert, dass mentale Arbeit im Schach traditionell unterschätzt wird, weil das Spiel als rein kognitive Disziplin wahrgenommen wird – obwohl Studien aus der Sportpsychologie zeigen, dass Stress, Emotionsregulation und Aufmerksamkeitsführung die kognitive Leistung massiv beeinflussen.
Weitere Themen des Gesprächs sind eine gesunde Fehlerkultur (warum „Tilt" nach einem Patzer oft die eigentliche Niederlage ist), der Umgang mit Zeitdruck, das Phänomen des „mentalen Blackouts" in entscheidenden Partien und die Frage, warum viele Spieler:innen ihre eigene mentale Verfassung systematisch falsch einschätzen. Im Verlauf wird der ChessMind-Ansatz vorgestellt: ein modulares System, das diese Themen nicht als Selbstoptimierung, sondern als reguläres Trainingsfeld behandelt.
Für ChessBase-Leser:innen, die sich vertiefen wollen, ordnet das Interview den Stand der sportpsychologischen Forschung in einen praxisnahen Kontext ein und zeigt, wie evidenzbasierte Methoden in das tägliche Schachtraining – allein, im Verein oder mit Coach – integriert werden können. Es ist gleichzeitig ein guter Einstieg in die Idee hinter SportsMind: mentale Performance als sportartübergreifende Disziplin.